Schwimmbad

Das Schwimmbad ist ab der Eröffnung im Mai 2017 bei schönem Wetter an folgenden Zeiten geöffnet:

Vorsaison 13. Mai bis 11. Juni
Montag – Sonntag 10:00 bis 19:00 Uhr
Hauptsaison 12. Juni bis 2. September
Montag – Sonntag 10:00 bis 20:00

Kontakt

Das Schwimmbad ist unter der Nr. 056 284 13 63 zu erreichen. Der Pächter vom Schwimmbadrestaurant ist Josef Achermann.

Preise

  Auswärtige Einheimische
Erwachsene Fr. 5.00 Fr. 5.00
Lehrlinge / Studenten / Militär Fr. 3.50 Fr. 3.50
Kinder Fr. 2.00 Fr. 0.00
10er Abonnement Fr. 45.00 Fr. 45.00
Saisonabonnement Fr. 84.00 Fr. 52.00
Saisonabonnement Lehrlinge Fr. 47.00 Fr. 35.00
Saisonabonnement Kinder Fr. 35.00 Fr. 0.00

 

Angebot

Badesaison 2017 für schulpflichtige Kinder

Für die Badesaison 2017 wird allen schulpflichtigen Villiger Kindern das Abonnement gratis abgegeben. Die Abgabe erfolgt in der Schule durch die Klassenlehrer. Die Oberstufenschüler erhalten das Abo an der Schwimmbadkasse gegen Vorweisung der Identitätskarte.

Warum ist die Villiger Badi anders als die anderen?

Es ist sicher interessant zu wissen, warum in der Villiger Badi so viele einheimische Gehölze und Bäume, sowie eine Feuerstelle vorzufinden sind.
Früher gingen die Villiger, wie die Bewohner der Nachbargemeinden, alle in die Aare zum Baden. Zum Teil wurden „Badeanstalten“ mit Holzzäunen eingegrenzt. Durch den Bau des Beznauer Wasserkraftwerkes und der damit verbundenen Stauung der Aare sind diese Anlagen unbrauchbar geworden. Was die Villiger nicht davon abhielt, trotzdem in der Aare zu baden. Damit man sich erwärmen, sich vor lästigen Mücken schützen und schneller trocknen konnte, wurde ein Feuer angezündet. Auch wurden schon Kartoffeln gebraten, welche man auf den Feldern des Niederhardes „gefunden“ hatte. Das Holz wurde in den angrenzenden Wäldern gesammelt. Aber auch die Aare brachte speziell nach Hochwasser viel Brennmaterial mit. Auch wurde mit einem geländeten Brett ein Sprungbrett gebastelt. Als es dann darum ging, auf Grund eines Todesfalls (ein Mitbürger ertrank in der Aare) eine Badi zu bauen, war klar, dass auf eine Feuerstelle und ein Sprungbrett nicht verzichtet werden durfte.
Der Einfluss der badenden Bevölkerung war sehr gross. Auch wollte man keinen Mitbürger mehr verlieren. Das Geld war knapp, deshalb wurde das neue Bad zum grossen Teil durch Fronarbeit erstellt. Als Inkonvenienz-Entschädigung bekam die Gemeinde Fr. 30'000.00 von der NOK, womit ein schöner Teil des Bassins finanziert werden konnte. Die Materialkosten für die Umkleideräume und den Kassenbereich sowie die WC-Anlagen übernahm die Gemeinde. Die Arbeiten für das Erstellen der Gebäude, das Roden und die Umgebungsarbeiten wurden von der Bevölkerung in Frondienst ausgeführt. Das Militär half auch mit und vom Sportkonto kam noch etwas Geld für den Sportplatz. Mit Ross und Wagen ist gearbeitet worden. Viele Privatpersonen aber auch die Schule und die Vereine waren tätig. Geld war wenig vorhanden, darum ist man mit den bestehenden Ressourcen sparsam umgegangen. Ganz speziell ersichtlich ist das bei dem Schattenplatz. Die Bäume und Sträucher wurden bei der Rodung stehen gelassen und dank der Handarbeit ist ihr Wurzelwerk geschont worden. Auch das Terrain in diesem Bereich ist in seiner natürlichen Art belassen worden, was der Anlage ebenfalls eine ganz eigene Note gibt.

Dass die Badi vom Volk für die Benutzer erstellt wurde, merkt man auch daran, dass möglichst auf Einschränkungen durch übertriebene Vorschriften verzichtet wird. Solange man die Mitbenutzer nicht stört, hat man alle Freiheiten. Das offene Feuer zum Grillieren und um die Insekten zu vertreiben ist ebenfalls ein Beweis dafür. Übrigens braucht man heute kein Holz mehr zu suchen, die Gemeinde stellt jährlich 3-4 Steer Holz zur Verfügung, was ungefähr für eine Saison reicht.

Ein Besuch in der Villiger Badi ist immer ein Erlebnis, sei es zum Baden oder einfach nur, um die neue Sommerterrasse zu geniessen. Der Ort im idyllischen Tälchen, wo sich Jung und Alt trifft.

Download Badiregeln